In der Zeit vor der Kommunalwahl im März 1994 bildeten sich in vielen Gemeinden und Städten Schleswig-Holsteins, aus den verschiedensten Gründen, Gruppierungen und Wählergemeinschaften, um vor Ort bei der „kleinen Politik“ mitzumischen. Die Politik der etablierten Parteien stieß teilweise auf Unverständnis, war undurch-
schaubar geworden oder aber war nicht mehr nachzuvollziehen. So geschah es auch hier in unserer Heimatgemeinde Erfde, wo eine neue Wählergemeinschaft konstruktiv zum Wohle der Allgemeinheit
sachlich und parteiunabhängig mitarbeiten wollte. Durch neue Argumente war man bestrebt, sich als eine weitere Alternative zu den bereits im Gemeindeparlament vertretenen Parteien (CDU und SPD) anzubieten. Nur Protest war nie Absicht der neuen Wählergemeinschaft. Neuen Schwung in die Gemeindepolitik hineinzubringen war erklärtes Ziel, wie übrigens auch eine bürgernahe und verständliche Politik für alle, bei der ebenfalls allen Bürgern die Möglichkeit eingeräumt werden sollte, über die neue
Wähler gemeinschaft ihre Gedanken und Ideen einzubringen. Man wollte eben von der Rolle des kritischen Zuschauers in die des Akteurs schlüpfen, um mit einer Verbesserung der Lebens- und Arbeits-
qualität eine Dorfentwicklung für die Zukunft zu sichern. Durch Eigeninitiative und Engagement sollte der kleine Freiraum – die Selbstverwaltung des eigenen Dorfes – unabhängig von dem Einfluss der großen Politik selbst gestaltet werden.
Am 24. November 1993 wurde die Erfder Wählergemeinschaft in der Gaststätte Lühr gegründet.
33 Mitglieder traten der EWG bei, die Zahl der Mitglieder stieg in den Jahren 1999 und 2000 auf 73 Mitglieder an und wurde damit knapp stärkste politische Kraft im Ort.
Durch das Mitwirken der EWG ist viel erreicht worden, wie zum Beispiel:
Es stehen weitere Maßnahmen an, für die sich die EWG einsetzen wird - unter anderem:
Ohne Anschub durch die EWG wäre manche Maßnahme, wie z.B. das Gewerbegebiet Heidekoppel, wohl kaum durchgeführt worden.
Nach Wolfgang Gosch (1993 bis 2003), Torsten Decker (2003 bis 2007) und Hauke Meier (2007 bis 2008) wurde ab 2008
14 Beisitzer vervollständigen den erweiterten Vorstand:
Ulrike Askew, Holger Becker, Torsten Decker, Frank Freundt, Wolfgang Gosch, Kirsten Holst, Rainer Jacobs, Karl-Heinz Jastremski, Johann-Peter Rohlfsen, Bernd Schlüter, Klaus Schlüter, Hans-Jürgen Schröder, Jürgen Swazinna und Christa Volkers-Schmidt.
Das sind auf den ersten Blick sehr viele Mitglieder, aber Auflösungserscheinungen, die man der EWG in der Öffentlichkeit nachsagte, und mehrere Mandats-
niederlegungen aus privaten Gründen in der Periode 1998 – 2003 erforderten eine neue personelle Strategie: Um dieses Ausscheiden zu kompensieren, aber auch neue Kräfte für künftige Aufgaben zu motivieren und aufzubauen, wurde
beschlossen, den „Nachwuchs“ über die Vorstandsarbeit vorzubereiten und an die ehrenamtliche Tätigkeit heranzuführen. Außerdem wird dadurch die Verantwortung innerhalb der EWG auf „mehrere Schultern“ verteilt und die Politische Arbeit auf eine breitere Basis gestellt. Selbst die Mitgliederwerbung hat einen hohen Stellenwert. Die EWG braucht auch „passive“ Mitglieder, die einfach die Idee
mittragen und unterstützen; somit ist niemand „gezwungen“, aktiv mitzuar-beiten, sondern jede Bürgerin und alle Bürger dürfen auch informativ teilnehmen, da grundsätzlich die Mitgliederver-
sammlungen und die Fraktionssitzungen öffentlich veranstaltet werden.
Das Votum der Bürgerinnen und Bürger bei der letzten Kommunalwahl im Jahre 2008 war eindeutig: Die EWG erhielt als Anerkennung und Lohn für die geleistete Arbeit die absolute Mehrheit in direkter Wahl (neun von 17 Gemeindevertretern).
Selbstverständlich ist sich die EWG der Verantwortung bewusst und stellt sich den vielfältigen Aufgaben. Die anstehenden Maßnahmen (siehe Erreichtes – weitere Maßnahmen) und natürlich die Pflege und Erhaltung der
Einrichtungen, Anlagen, Wege und Plätze werden im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel kurz- bzw. mittelfristig durchgeführt.